Wichtige Hinweise & nützliche Tipps
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Natürlich ist jedem freigestellt, was und wie viel er/sie an Kleidung und sonstigem persönlichen Hab und Gut im Gepäck mitnimmt. Eine Grenze ist nur durch die Gewichtsbeschränkung der Fluglinie gesetzt, die in der Regel bei maximal 20 kg/Person für das aufgegebene Gepäck liegt. Man sollte aber versuchen, einige kg unter der Obergrenze zu bleiben, da man sich erfahrungsgemäß im Land mit diversen Souvenirs eindeckt, die dann beim Einchecken zum Rückflug zu unangenehmen Überraschungen führen können.

Nachfolgend eine Auflistung von Kleidungsstücken, Ausrüstungsgegenständen und weiteren wichtigen Informationen für Ihre Reise. Diese hat natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und beruht lediglich auf den Erfahrungswerten vieler vorangegangener Namibiareisen.

Schlafsack
Hammer und Lupe (nur für Geosafari)

Sonnenbrille
Taschenlampe
Taschenmesser
Fernglas
Foto-/Videoausrüstung
Feldflasche
  Einreiseformalitäten

Für Reisende mit deutscher, österreichischer oder schweizer Staatsbürgerschaft existiert keine Visumpflicht. Der Reisepass sollte nach Antritt der Reise noch mindestens 6 Monate Gültigkeit aufweisen. Bei der Einreise muss ein entsprechendes Formular mit Angaben zur ersten Wohnadresse ausgefüllt werden.

  Devisen

Euro, US $ und Südafrikanischer Rand werden in jeder Wechselstube akzeptiert. Beim Geldtausch ist in der Regel der Reisepass vorzulegen und die aktuelle Wohnadresse/Telefonnummer in Namibia anzugeben. Kreditkarten (Visa, Eurocard/Master) werden in den meisten Lodges/Hotels und Restaurants akzeptiert. Die Euro-Scheckkarte mit Maestro-Zeichen kann zum direkten Abheben aus Geldautomaten in Windhoek, Swakopmund und einigen anderen Städten benutzt werden.

  Gesundheit

Spezielle Impfungen sind nicht vorgeschrieben. Der "übliche" Impfschutz (Polio, Tetanus, Diphtherie) sollte vorhanden sein. Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen und - bei Selbstfahrertouren - eine Reiseapotheke mit Medikamenten gegen Magenverstimmung, Durchfall, Salben gegen Verstauchungen, Verbrennungen usw. Lassen Sie sich am besten im Vorfeld der Reise ein entsprechendes "Survival-Kit" in der Apotheke zusammenstellen.

Die Malariagefährdung kann als gering eingestuft werden, ist aber besonders im feuchteren Norden Namibias gegeben. Die Einnahme von Malariaprophylaxe wird deshalb von offizieller Seite angeraten. Die Tabletten können in Windhoek und Swakopmund günstiger als in Deutschland und - was von entscheidendem Vorteil ist - abgestimmt auf die aktuelle, "lokale Erregersituation" gekauft werden.

  Kleidung

Leichte Sommerbekleidung ist grundsätzlich von Vorteil. Da unterwegs in den Hotels und Lodges immer wieder die Möglichkeit besteht, die Kleidung waschen zu lassen, ist eine Reduzierung auf das nötige Maß nur sinnvoll.

Im Allgemeinen sind gedeckte Farben (beige, hellbraun oder grün) am vorteilhaftesten.

Pullover (z.B. Fleece) für die mitunter kalten Abende und Nächte in der Wüste und an der Küste.

Eine leichte Regen-/Windjacke (auch in Namibia regnet es manchmal).

Als bestes Schuwerk haben sich tagsüber Sandalen bewährt, die mit Klettverschlüssen zu schließen, wasserfest und sehr bequem sind. Auf Campsites solte abends festes Schuhwerk, z.B. knöchelhohe Trekkingschuhe oder Turnschuhe getragen werden.

Gegen die mitunter "brutale" Sonne hilft nur eine entsprechende Kopfbedeckung (Baseballkappe oder, wenn die Ohren empfindlich sind, Schlapphut)

  Koffer/Rucksack/Reisetasche

Rucksack oder Reisetasche sind die besten Transportmittel für Kleidung und sonstige Ausrüstungsgegenstände. Beim Kauf eines Rucksacks ist ein sog. Kofferrucksack einem Packrucksack vorzuziehen, da dieser (wie eine Reisetasche) auf ganzer Länge geöffnet werden kann und man somit schnell an die Dinge "ganz unten" rankommt ohne erst mal alles leerzuräumen.

Koffer sind bei Selbstfahrertouren nur mit Einschränkugnen geeignet, da sie sehr sperrig sind. Bei Rundreisen hat man i. d. R. ein permanentes Platzproblem und ein Rucksack bzw. eine Reisetasche lässt sich schneller irgendwo "dazwischenstopfen" als ein Koffer.

  Schlafsack

Für Übernachtungen in Zeltcamps wird ein Schlafsack benötigt. Von absolutem Vorteil ist dabei ein Daunenschlafsack, er ist leicht, lässt sich unschlagbar klein "zusammenstopfen" und bietet angenehmen Schlafkomfort. Schlafsäcke können auch vor Ort gemietet werden.

  Hammer und Lupe (nur für Geosafari)

Fast genauso wichtig wie ein gültiger Reisepass ist die Mitnahme eines Hammers, dem Standardwerkzeug eines Geologen. Den benötigen Sie, um im Aufschluss die gefunden Mineralien zu "befreien" oder auch nur, um zur Beurteilung eines Gesteins einen "frischen Bruch" zu erhalten. Die kostengünstigste aber dafür ziemlich schwere Variante ist der Kauf eines Zimmermann-Hammers (den bekommt man für weniger als EUR 10 in jedem Heimwerkermarkt). Professioneller ist natürlich ein echter Geologenhammer. Dieses Werkzeug ist aus einem Spezialstahl gefertigt, es fliegen keine Späne beim "Malträtieren" des Gesteins und die Leichtesten wiegen nur 500 g. Wie jedes Spezialwerkzeug hat der Geologenhammer natürlich seinen Preis (ab ca. EUR 40). Man bekommt ihn im Fachhandel (z.B. Fa. Krantz in Bonn). Im Zweifel einfach beim geologischen Institut der nächsten Uni telefonisch nach Bezugsquellen fragen.

Eine 10-fach-Lupe, die mit einem Sichtfeld von 1 - 2 cm nur ein geringes Gewicht hat und bei jedem Optiker gekauft werden kann, eröffnet einem schon vor Ort den Mikrokosmos der Mineralien und ist oftmals äußerst hilfreich bei deren Bestimmung

  Sonnenbrille

Neben Kopfbedeckung und Sonnencreme ist eine Sonnenbrille natürlich ein weiterer wichtiger Sonnenschutz

  Taschenlampe

Für die Aufenthalte auf Campsites sollte man eine Taschenlampe dabei haben, nicht nur um abends den Weg zum Zelt zu finden, sondern auch, um zwischendurch mal in den Busch zu leuchten, ob nächtliche (tierische) Besucher anwesend sind oder auch nur um zu sehen, was da in unmittelbarer Nähe alles so auf dem Boden rumkrabbelt (nicht nur deshalb werden auch die hohen Schuhe am Abend empfohlen). Viele Lodges und Zeltcamps werden durch Generatoren mit Energie versorgt. Diese werden oft gegen 23.00 Uhr abgeschaltet, so dass die Taschenlampe das wichtigste Hilfsmittel zum Wiederfinden des Chalets ist.

  Taschenmesser

Der Nutzen eines Taschenmessers braucht hier wohl nicht näher erläutert werden, dieses aber bitte nicht im Handgepäck verstauen

  Fernglas

Nicht nur für den Aufenthalt im Etosha-Park (Tierbeobachtung) ist die Mitnahme eines Fernglases von großem Nutzen

  Foto-/Videoausrüstung

Die Zusammenstellung dieses Equipments bleibt jedem selbst überlassen. Je nach dem, wie intensiv Sie dieses Hobby betreiben, begnügen Sie sich mit einer "Ritsch-Ratsch" und kommen mit insgesamt drei Filmen aus.

Für all die anderen, die das Fotografieren etwas intensiver betreiben:

Wichtigste Regel: Egal ob Sie Farbnegativfilm oder auf Dia-Material verwenden, nehmen Sie genug Filme mit. Das Angebot an verlockenden Fotomotiven wird während der ganzen Reise gegenwärtig sein und Sie werden viel mehr auf den Auslöser drücken, als Sie sich jetzt eventuell vorstellen können. Als realistische Faustregel für den mittleren Verbrauch kann ein 36-er Film pro Tag angesetzt werden. Das heißt, mindestens 18 Filme sollten bei einer 3-Wochen-Tour schon dabei sein.

Für Digitalfotografen gilt natürlich entsprechendes für den Speicherchip-Vorrat.

Die Verwendung von Skylight- und/oder Polfiltern sowie weiteren Korrekturfiltern (leichte Braunfilter gegen Blaustich bei hohem Sonnenstand und am Meer, Grau-Verlauffilter bei zu starken Kontrasten, etc.) bringt zusätzliche Qualitätssteigerungen im Endresultat.

Die mitgeführten Objektive sollten den Brennweitenbereich zwischen 28 und 200 mm abdecken. Längere Brennweiten sind vor allem bei Tieraufnahmen im Etosha-Park von Vorteil.

  Feldflasche

Die Mitnahme einer Trinkflasche, welche unterwegs immer wieder mit dem hervorragenden namibischen Wasser aufgefüllt werden kann, ist ebenfalls von großem Nutzen. Sie werden die durststillende Wirkung von reinem Wasser schätzen. Die Anschaffung und Mitnahme einer Trinkflasche aus resistenter Alu-Legierung (z.B. von der Schweizer Fa. Sigg) oder einer filzummantelten Feldflache (in der das Wasser durch Anfeuchten des Filzüberzugs darüber hinaus noch recht kühl gehalten werden kann) lohnt sich auf jeden Fall.


© transgeo GmbH
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